Verlustguss & Formtechnik

Verlustguss & Formtechnik

Vorteile des Verlustguss im 3D Druckverfahren:

 

 

Präzise Gussmodelle: Durch den 3D-Druck entstehen hochpräzise Modelle mit exakter Maßhaltigkeit.

Glättbare Oberfläche: Die gedruckten Teile können durch ein spezielles IPA-Glättungsverfahren eine glatte Oberfläche erhalten, die sich direkt auf die Gussteile überträgt.

Baumbildung: Mehrere gedruckte Modelle können zu einem Gussbaum verbunden werden, um die Effizienz im Gießprozess zu steigern.

Keramik-Tauchverfahren: Die Modelle werden mit einer keramischen Schicht überzogen, die beim Aushärten eine stabile Gussform bildet.

Sauberes Ausbrennen: Die Modelle verbrennen nahezu rückstandsfrei (bei einem Modell mit 300gramm Gewicht bleiben NUR 0,01gramm Asche übrig!!!), wodurch die Gussteile besonders sauber bleiben.

Vielseitige Materialien: Der Guss kann mit Materialien wie Edelstahl, Aluminium oder anderen Metallen erfolgen, je nach Anforderung.

Kosten- und Zeitersparnis: Kein Wachs-Spritzguss nötig – direkte Fertigung der Modelle per 3D-Druck.

 

FDM-Verlustguss

  • Einsatzgebiete: Technische Bauteile, Prototypen, größere Metallbauteile

  • Material: Spezielles Filament mit weniger als 0,003 % Ascherückstände

Verfahrensweise:

  • 3D-Druck des Modells mit speziellem Filament

  • Einbettung in eine Gussform (z. B. Gips oder Keramik Tauchverfahren)

  • Ausbrennen des Filaments bei hohen Temperaturen (ca. 800–1100 °C 1-2 Stunden)

  • Ausblasen der Form

  • Gießen der Metalllegierung in die Form

  • Abkühlen und Entfernen der Form

Vorteile:

  • Kostengünstiger 3D-Druck

  • Große Modellgrößen möglich

  • Rückstandsfreies Ausbrennen dank speziellem Filament

  • Gute Maßhaltigkeit bei stabilen Geometrien

Nachteile:

  • Höhere Brenntemperaturen erforderlich

  • Weniger fein detaillierte Oberflächen als bei SLA

  • Anwendungen: Technische Metallbauteile, Robotik-Komponenten, Maschinenbauteile

SLA-Verlustguss

  • Einsatzgebiete: Schmuck, filigrane Bauteile, Kunstobjekte

  • Material: Wachshaltige oder spezielle gießbare Resine

Verfahrensweise:

  • 3D-Druck des Modells mit gießbarem Resin

  • Einbettung in eine Gussform (z. B. Gips)

  • Ausbrennen des Resins (ca. 700–800 °C)

  • Gießen von Gold, Silber oder anderem Material

  • Abkühlen und Entfernen der Form

Vorteile:

  • Extrem feine Details und glatte Oberflächen

  • Präzise Maßhaltigkeit

  • Gießbare Resine brennen nahezu rückstandsfrei aus

Nachteile:

  • Höhere Materialkosten

  • Kleinere Bauteile (aufgrund SLA-Druckgröße)

  • Anwendungen: Schmuckherstellung, filigrane Kunstobjekte, Präzisionsbauteile